Der Fasnachtsanschreier
Die Informationen über den Fastnachtsanschreier sind nachzulesen im Günzburger Fasnachtsblättle von 1992 und dem Buch
"Fastnacht ist Brauchtum in Bayerisch-Schwaben"
Schwäbischen Heimatboten von 1930 / Nr.2 beschreibt Serafin Stötter den
Fasnachtsanschreier, der von den
Dörfern in die Stadt kommt.
Er reitet auf einem Steckenpferd
und sagt mit Sprüchen die
Fasnacht an, um als Lohn
Naturalien zu erhalten. Dieses
Steckenpferd hat sich in einen rot-weiß gebänderten Stab mit Pferdekopf
verwandelt; an abwechselnd roten und weißen,
dreieckigen Stoffstücken baumeln Glöckchen.
Der heutige Fasnachtsanschreier trägt wie sein Vorläufer ein
weißes Hemd. Es wird durch einen schwarzen Gürtel
zusammengehalten, an dem ein Schwert hängt. An der Hüfte
sieht man den Beutel für die -Gaben.
Die schwarze Hose reicht über das Knie.
Über den schwarzen Stiefeln blitzen rot weiße Strümpfe.
An der blauen, rot eingefassten Kapuze bimmeln Glöckchen. Auf dem Kopf sitzt ein schwarzer Napoleonhut, geschmückt mit
einer
Flecklerosette und einem Pfeifenputzer. Genau wie sein Vorbild hat der heutige Fasnachtsanschreier rote Backen und schwarze
(geschwärzte) Augenbrauen. Er trägt eine Halbmaske, die mit
einem Bart abgerundet ist und die Kinnpartie freilässt.